Geschichte

Als Vertreter der Sektion Romanshorn kann unser Gründungspräsident Robert Mühlemann im Jahr 1971 als Hilfskursleiter seine ersten Rettungsschwimmkurse in Weinfelden durchführen. Im ersten Brevet-1-Kurs nehmen 12 Erwachsene und im ersten Jugendbrevetkurs 7 Kinder teil. Aufgrund des grossen Anklangs führt Robert im folgenden Jahr weitere Kurse durch und absolviert das Brevet 2 (Kursleiterbrevet). Im gleichen Jahr lädt er zu einer Interessen-Versammlung zur Gründung einer eigenen Sektion ein.  14 von 17 angefragten Personen nehmen teil und zeigen damit, dass das Vorhaben breiten Anklang findet.

Im Januar 1973 unterstützt der Gemeinderat das Vorhaben einer Sektionsgründung mit 2'000 Franken und einem Theorielokal. Einen Monat darauf erteilt auch die Primarschulvorsteherschaft grünes Licht für die Benutzung des Sangenhallenbads. 

Am 17. März 1973 wird die Sektion Weinfelden von der Regionalversammlung als Untersektion anerkannt. Mit dieser Anerkennung erhält eine Untersektion die gleichen Rechte wie eine Sektion, jedoch noch nicht deren finanziellen Pflichten. Am 10. Mai findet die öffentliche Gründungsversammlung mit 15 Mitgliedern statt. Der Vorstand und das Ausbildungskader werden gewählt. Mit den 2'000.- Franken Startkapital der Gemeinde Weinfelden wird das erste Material eingekauft. Benötigt werden ein Phantom mit Zubehör, fünf Rettungswürfel und 10 Tauchteller.

Im darauffolgenden Jahr stellt sich heraus, dass die Untersetkion Weinfelden zu einer gut fundierten Gesellschaft anwächst. Die Veranstalungen sind gut besucht. Zudem bewilligt die Gemeine Weinfelden diverse teure Gerätschaften auf ihre Rechnung. Unter anderem können zwei Haspel mit Rettungsgurt, eine Leiter und ein Hawaikikibrett für die Wettkämpfe angeschafft werden. Die Teilnehmer der SLRG Weinfelden nehmen zum ersten mal an den Sektionswettkämpfen in Thun teil.

Mit bereits 130 ausgebildeten Jugenbrevet- und 70 Brevet-1-Inhaber soll im darauffolgenden Jahr vorallem die Jugendgruppe noch stärker gefördert werden.

1974 werden in der SLRG Weinfelden die ersten Brevetkurse kombiniert mit Jugend&Sport durchgeführt. Da Rettungsschwimmen nicht als reine J&S Fachrichtung anerkannt ist, dauern die Kombinierten Kurse bis zu 40 Stunden. Wegen den zu hohen Anforderungen und administrativen Aufwand werden die kombinierten Kurse in Weinfelden vorerst nicht mehr durchgeführt. Zitat von der Präsidentensitzung in Thun: "Was nützt mir ein Schwimmer, der mit seinem Kameraden in grossem Tempo in den See hinaus crawlen kann, aber unfähig ist, diesen nach einem Schwächeanfall zu retten?".

Mit der Auszeichnung zum Brevet-2er und Experte von Ernst Burkhart kann nun die Gruppe Sulgen als selbständiger Teil der Untersetkion Weinfelden gesehen werden. Leider gelingt es in diesem Jahr nicht eine Wettkampfgruppe zu stellen. Als Ersatz nimmt eine Gruppe der SLRG Weinfelden am internationalen Schwimmen in Rorschach teil. Als beste thurgauer Gruppe gelingt es der SLRG Weinfelden vor Schaffhausen und Arbon den Platz zwölf einzunehmen (von total 15 Mannschaften). Obwohl die Mitgliederbeiträge der Jugend die Unkosten nicht vollumfänglich decken, kann eine leichte Besserung der Finanzlage verzeichnet werden. Trotzdem verzichtete die SLRG Weinfelden darauf, eine Delegation nach Lausanne zu schicken und die Kasse damit unnötig zu belasten.

1974 wird nun eine Jugendgruppe ins Leben gerufen. Ende 1975 besteht dies bereits aus 15 regelmässig teilnehmenen Kindern.
Wintertrainings finden im Hallebad Sangenfeld statt. Da die finanzielle Lage noch nicht gesichert ist,  beschliesst die SLRG Weinfelden den Antrag um eine feste Mitgliedschaft noch um ein Jahr zu verschieben. Es ist besser eine starke Untersektion als eine schwache Sektion zu sein.